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Klimawandel als Herausforderung für die Wirtschaft: Transformation statt Wachstum
Di., 17. Nov. | Vortrag mit Diskussion

Klimawandel als Herausforderung für die Wirtschaft: Transformation statt Wachstum

Prof. Siebenhüner (Universität Oldenburg) erörtert in seinem Vortrag, welche Transformationen in Wirtschaft und Gesellschaft notwendig sind, um die Klimakrise und wachsende soziale Ungleichheit aufzuhalten.
Anmeldung abgeschlossen

Zeit & Ort

17. Nov. 2020, 16:00 – 17:30
Vortrag mit Diskussion

Über die Veranstaltung

Die massive Nutzung fossiler Energieträger hat in den vergangenen Jahrzehnten zu immensem wirtschaftlichem Wachstum und materiellen Wohlstand für breite Teile der Weltbevölkerung ermöglicht. Zugleich sind Klimawandel und soziale Ungleichheit ähnlich schnell gewachsen und stellen das industrialisierte Wachstumsmodell in Frage. Angesichts dieser Auswirkungen stellt sich zunehmend die Frage, ob eine wachsende Wirtschaft mit einer Dekarbonisierung der Wirtschaft einhergehen kann oder eine Lösung über Schrumpfung und Postwachstum gehen muss.

Ausgehend von einer "agnostischen" Haltung zur Postwachstumsfrage zielt der Vortrag auf Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft ab, in der ein "Anders" als ein "Weniger" im Vordergrund steht. Neben konkreten Handlungsansätzen für dieser Transformation zu einer wachstumsunabhängigen und dekarbonisierten Wirtschaft geht es auch um Konsequenzen für die       (Wirtschafts-)Wissenschaften, denen stärker die Aufgabe zukommt, auf die Lösung von Problemen orientiert zu sein und praktische Relevanz zu entfalten, v.a. durch transdisziplinäre Zusammenarbeit mit Praxisakteuren.

Bernd Siebenhüner, geb. 1969, ist Professor für ökologische Ökonomie an der Carl von Ossietzky Universität. Nach dem Studium der Politikwissenschaften und der  Volkswirtschaftslehre an der FU Berlin forschte und lehrte er an der Martin-Luther-Univer­sität Halle-Wittenberg, an der Kennedy School of Government, Harvard University, am Potsdam-Institut für       Klimafolgenforschung (PIK), und seit 2002 an der Universität Oldenburg. Von 2010 bis 2015 war er Vize-Präsident für       wissenschaftlichen Nachwuchs und Qualitätsmanagement. In zahlreichen BMBF-, EU-, VolkswagenStiftungs-, DFG-, DAAD- und MWK-geförderten Projekten forscht er zu internationaler Umweltpolitik, sozialen Lern- und Transformationsprozessen,       Transdisziplinarität, ökologischer Ökonomie, Nachhaltigkeitsmanagement, sozial-ökologischen Systeminter­aktionen und zur Anpassung an den Klimawandel.